FREITAG, 24.09.2021 „teaching online“

Workshops

Nikola Materne: Sprechen und Rufen als hilfreiches Medium für den (digitalen) Gesangsunterricht in der Popmusik

In diesem Workshop probieren wir praktisch aus, wie das Sprechen und Rufen in all seinen stimmlichen Facetten – also laut, leise, weich, hart, hoch, tief, krächzend, klar usw. – für den Popgesang genutzt werden kann. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Prosodie von Songtexten, also den Wort- und Satzakzenten, der Satzmelodie usw., um wiederum vom Sprechen zum Singen zu kommen. Bei den Übungen geht es sowohl um eine gesunde und mühelose Gesangstechnik und musikalische Themen wie Rhythmik und Melodik, als auch um einen zum Song passenden emotionalen Ausdruck.

Zielgruppe sind alle, die sich für Popgesang interessieren und Lust haben, Übungen auszuprobieren.

Nikola Materne ist Sängerin, Songwriterin und Gesangslehrerin für Pop und Jazz. Als Live-Sängerin hat sie schon mit vielen Formationen unterschiedlichster Genres auf der Bühne gestanden, von der A-Cappella-Gruppe bis zur Rockband, von der Swingjazzcombo bis zum Gospelchor, hat im Studio für diverse Projekte gesungen und Filmmusik geschrieben. Inzwischen ist sie als Solistin und Songwriterin bei ihrer eigenen Musik im Bereich Pop/Jazz angekommen und kann mit ihren Bands „Bossanoire“ und „Sphere“ auf zahlreiche Veröffentlichungen und Konzerte zurückblicken. Nach einem Lehramtsstudium Musik mit Hauptfach Gesang, einem Kontaktstudium Popularmusik in Hamburg und einer Ausbildung am Rabine-Institut für funktionale Stimmpädagogik arbeitet sie seit gut fünfundzwanzig Jahren als Stimmtrainerin, seit 2008 auch mit Lehrauftrag für Popvocals und Fachdidaktik an der WWU Münster. 2014 veröffentlichte sie das Buch „Popvocals – Der Weg zur eigenen Stimme“ (Henschel/Bärenreiter), 2020 das Buch „Live Your Song! – 77 Übungen für mehr Ausdruck und Feeling beim Singen“ (Edition Dux Halbig).

Pascal Zurek: Digital gut klingen – Physik und Technik verstehen und nutzen:

Möglichkeiten und Grenzen des Online-Unterrichts

Dass bei der Übertragung über Mikrofon, Internet und Notebooklautsprecher wichtige Klanginformationen verloren gehen, ist sicher jeder Lehrperson klar, die das vergangene Jahr nicht verschlafen, sondern weiter unterrichtet hat. Wir können jedoch durch Lenkung unserer Wahrnehmung und durch geschickten Einsatz der Technik die übertragungsbedingten Defizite erkennen und teilweise sogar kompensieren. Dafür ist kein Informatikstudium nötig, sondern einfach nur Klarheit darüber, wie wir eigentlich hören – und wie Computer dies tun.

In diesem Workshop wird daher grundlegend physikalisch geklärt, was übertragen werden kann und was nicht, was wir insgesamt wahrnehmen können und was nicht. Geschicktes Arbeiten mit dem Mikrofon, kluge Arbeitsplatzergonomie und klares Timing können zu stark verbesserter Präsenz und Einwirkung im Online-Unterricht und bei Vorträgen/Seminaren führen. Ziel ist, einfache Handgriffe zu erlernen, um auch online präsent und greifbar zu sein – und auf der anderen Seite klar beurteilen zu können, was z. B. die Lernenden auf der anderen Seite tun.

Pascal Zurek arbeitet als Sänger für zeitgenössische Musik, als Physiker und Tontechniker, als Sprecher – und unterrichtet im Überschneidungsbereich all dieser Fächer, speziell nichtklassische Gesangstechniken. Seit Abschluss seiner Studien (Master Neue Musik & Master Operngesang an der HMDK Stuttgart, Schulmusik und Diplomphysik in Rostock und Piteå, Schweden) ist er freischaffender Künstler mit einem Lehrauftrag u. a. an der ADK Ludwigsburg.

In diesem Workshop stellen wir Möglichkeiten und Projekte zur digitalen Verslehre vor und versuchen online anhand einiger Beispiele das Erkennen und Sprechen von Versen zu vermitteln.

Dabei beschäftigen uns die Fragen, was eine rhythmische Betonung im Vers ist, wie sie hörbar, erfahrbar und visualisierbar gemacht werden kann und die Umsetzung in das Sprechen von Versen.

Andree Gubisch studierte Romanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum und Sprecherziehung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Von 2008 bis 2010 war er Sprecherzieher im Fachbereich Schauspiel an der Folkwang Universität Essen. Seit 2010 ist er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch als Sprecherzieher in der Abteilung Schauspiel tätig. Seit 2018 leitet er gemeinsam mit Prof. Ulrike Völger die Fachgruppe Sprecherziehung der Abteilung zeitgenössische Puppenspielkunst. Als Sprecher und Sprecherzieher, Schauspieler und Regisseur arbeitete er im Sprechtheater und im Rundfunk u.a. bei RUHR.2010, an dem Theater der Stadt Duisburg / Deutsche Oper am Rhein, dem Theater Essen, dem Theater der Stadt Aalen und der Schaubühne Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung und der Einsatz digitaler Stimm- und Sprechanalysen in der künstlerischen Sprechausbildung.

Prof. Dr. Juri A. Vasiliev, Schauspieler, Regisseur, Schauspiel- und Stimmpädagoge, Professor an der Staatlichen Akademie für Theaterkunst St. Petersburg und an der Staatlichen Schule für Russisches Drama, Ordentliches Mitglied der Petrovskoi Akademie der Wissenschaften und Künste.
In Leningrad geboren; absolvierte Vasiliev 1972 ein Schauspielstudium am dortigen Institut für Theater-, Musik- und Filmkunst. An die Ausbildung schloss sich eine Tätigkeit als Schauspieler in Pskov, Archangelsk und an verschiedenen Leningrader Bühnen an. Es folgte eine Dissertation in den Fächern Phonetik, Bühnensprechen und Rezitation. Seit 1976 ist er Dozent, später Professor am Institut für Theater-, Musik- und Filmkunst (heute Theaterakademie St. Petersburg).
Vasiliev führt seit 1979 Regie an verschiedenen Theatern St. Petersburgs. Verbunden mit seiner internationalen Tätigkeit als Dozent an Schauspielschulen inszenierte er in Russland, Deutschland, China, Südkorea, Schweiz, Tschechien und Österreich.

Markus Kunze studierte Schauspiel an der Staatlichen Theaterakademie St. Petersburg. Abschlussdiplom 2001 / Stipendiat des DAAD. Dort begann die für ihn prägende Zusammenarbeit mit Prof. Juri Vasiliev und die Auseinandersetzung mit dessen Übungssystem zur Vervollkommnung der Ausdrucksfähigkeit von Stimme, Sprache und Körper des Schauspielers. Er arbeitet als freischaffender Schauspieler und Sprecher, dreht für Kino- und Fernsehproduktionen. Er inszeniert und leitet Theaterprojekte und unterrichtet Schauspiel und Bühnensprechen; Markus Kunze ist Lehrbeauftragter u. a. an der Universität der Künste und an der Berliner Schule für Schauspiel. Gemeinsame Workshops mit Juri Vasiliev u.a. in Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Stockholm.

Prof. Dr. Juri A. Vasiliev: Bühnensprechen: Training und Kreativität I & II

Wahrnehmung – Imagination – Wirkung: diese Reihenfolge ist in allen szenischen Situationen wichtig, in allen Texten, Rollen und Dialogen. Lebendige Rede pulsiert nur aufrichtig unter der Bedingung, dass sie sich in jedem Moment wieder mit neuen Informationen über den Partner, mit dem wir den Dialog führen, füllt. Szenisches Sprechen fordert in seinem Streben nach Wirklichkeit und Glaubwürdigkeit einen dynamischen Kontakt der Schauspieler untereinander. Wenn die Gedanken und Gefühle der Partner in Kontakt stehen, dann tritt der Text des Autors an die zweite Stelle und nach vorn gelangen imaginäre Situationen und das Aufeinander-Einwirken der Partner mit allen Ausdrucksmöglichkeiten, die dem Schauspieler zur Verfügung stehen: verbalen (Wörter, Phrasen, Repliken, Gedanken) und nonverbalen (stimmlichen, klangfarblichen, intonatorischen, tempo-rhythmischen, mimischen, plastischen, gestischen).

Wolfgang Saus ist freiberuflicher Bariton Obertonsänger und Naturwissenschaftler. Er arbeitete mit Musikern wie Gidon Kremer, George Prêtre, Anders Eby, Helmuth Rilling. Seine Wurzeln im klassischen Gesang, der Physik und Chemie charakterisieren seine spezielle Herangehensweise an die Stimme. Er ist Mitentwickler der Klanganalysesoftware »Overtone Analyzer«, Innovationspreisträger der Klühstiftung, Erfinder einiger Chemieverfahrenspatente, Gründer des experimentellen Europa Obertonchor EOC, Autor des Fachbuchs »Oberton Singen« und seit 2015 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesangswissenschaft.

Wolfgang Saus: Obertongesang

Obertongesang ist eine junge Gesangstechnik, die Sängern ermöglicht, zwei Töne gleichzeitig zu singen. Sie basiert auf der präzisen Kontrolle von Resonanzfrequenzen (Formanten), die dafür sorgt, dass einzelne Teiltöne des Stimmklangs so verstärkt werden, dass sie als getrennte glasharfenartige Töne wahrgenommen werden und einen mehrstimmigen Klangeindruck erzeugen. Obertongesang darf nicht mit zentralasiatischem Kehlgesang verwechselt werden. Westlicher Obertongesang entstand in den 1960er Jahren in der Avantgardemusik und wird mit klassischer westlicher Singstimme ausgeführt. Der außergewöhnliche Effekt entsteht durch das Zusammenführen zweier Resonanzfrequenzen zu einer Doppelresonanz. Um das zu erlernen ist eine exakte Kenntnis der entsprechenden Vokaltrakteinstellungen nötig. – Ein Workshop für Sänger und andere professionelle Stimmnutzer.

Vorträge

Anna Immerz studierte an der Hochschule für Musik Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Schulmusik, Germanistik und Liedgestaltung. Ihre Referendariatszeit absolvierte sie am Schiller-Gymnasium Offenburg. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt zur Kooperativen Musiklehrerinnenbildung (KoMuF). Dabei wird ein Konzept der Integration von Inhalten der Stimmphysiologie und Stimmpsychologie in das Studium entwickelt. Geplant ist die Implementierung des Moduls in den Masterstudiengängen aller Lehramtsfächer. Als Doktorandin arbeitet sie außerdem an ihrer Dissertation zum Thema „Umgang mit der Stimme im Musikunterricht“. Zudem ist sie als Gesangskorrepetitorin und Chorleiterin tätig.

13.15 – 14.00 Uhr Pause

Die Corona-Lockdowns sowie die Verbote, in Schulen zu Singen und Blasinstrumente zu spielen, haben Ensembles seit März 2020 weltweit schwer getroffen. Dabei erschienen verstärkt sogenannte Virtual Ensembles, deren Darbietungen Multi-Frame-Musikvideos mit eigener Ästhetik sind. In dem Vortrag möchte vor dem Hintergrund der gestiegenen Bedeutung des kollektiven Singens seit Beginn der Corona-Pandemie die digitale Musikpraxis der Virtual Choirs musikkulturell einordnen, Möglichkeiten der technischen und organisatorischen Umsetzung für Musikpädagog*innen skizzieren sowie die Relevanz für die Musikpädagogik zur Diskussion stellen. Dabei vertrete ich die These, dass die Musikpädagogik im 21. Jahrhundert sich endgültig von der Vorstellung verabschieden muss, digitales Musikmachen sei bloß eine Simulation realer Musikpraxis, spiele kulturell nur als kurzfristiger Hype eine Rolle oder sei Sinnbild musikalischer Verwahrlosung. Dazu illustriere ich anhand diverser Beispiele, wie besonders Virtual Choirs einen ästhetischen wie kosmopolitischer Lern- und Bildungsraum sein können, mit denen sowohl aktuelle Musikkulturen verdeutlicht und überdies Ziele einer inklusive Musikpädagogik erreicht werden können. 

Marc Godau studierte Musik und Deutsch auf Lehramt für Gymnasien an der Universität Potsdam. Danach arbeite er über sieben Jahre als Lehrer und Dozent sowohl an Allgemeinbildenden als auch an Weiterführenden Schulen und in der Kulturellen Bildung. 2012 wurde er nominiert zum »Lehrer des Jahres im Land Brandenburg« für den Bereich Cottbus. Seit 2007 ist er tätig als Dozent an Hochschulen und Universitäten sowie in musikpädagogischen Fort- und Weiterbildung.
In seiner Dissertation untersuchte er Gruppenprozesse beim Klassenmusizieren mit Populärer Musik. Weitere Schwerpunkte seiner Forschungs- und Publikationstätigkeit sind technologievermitteltes Musiklernen (insbesondere mit Musikapps), Materialität musikpädagogischer Praxis, Lernen in freier Improvisation, Ästhetische Bildungserfahrungen, Professionalisierung von Musikpädagog_innen und hochschulische Innovationsforschung.

Spätestens seit dem 1. Lockdown im März 2020 arbeiten viele Stimmtherapeut*Innen im Digitalformat- mit unterschiedlichen Erfahrungen und Fragen: 

Zur Qualität des Kontakts zu Patient*Innen: wie lassen sich Eigenschaften der Präsenz- Situation auf den Bildschirm übertragen? Die Intimität des Settings, die Wahrnehmungsfähigkeit, das punktgenaue Eingehen auf die Tagesform des Gegenübers – können sie auch online gewährleistet sein? 

Stimmtherapie beinhaltet nonverbale Aspekte ebenso wie klanglich-sprachliche. Online stehen jedoch einige Sinneskanäle nicht voll zur Verfügung; z.B. akustische Wahrnehmung und die Möglichkeit der physischen Berührung. 

In der Zwischenzeit hat eine nicht kleine Gruppe von Patient*Innen Stimmstörungen erworben durch unphysiologischen Umgang mit dem Arbeiten am Bildschirm – ist es in diesen Fällen sinnvoll, auch Stimmtherapie online anzubieten? 

Wie kann man also mit dem veränderten Format so umgehen, dass eine effektive, inspirierende Zusammenarbeit möglich ist- und eine, in der die Therapierenden am Ende einer Session nicht ausgelaugt sind?

Ich freue mich darauf, diese Themen zu beleuchten, gerne in Austausch mit Ihnen.

Dorothea Gädeke, Schauspielausbildung Folkwangschule Essen und bei Jacques Lecoq in Paris.  25 Jahre Schauspielerin an deutschsprachigen  und französischen Bühnen, in TV und Film. Ausbildung zur Stimmtherapeutin bei Schlaffhorst-Andersen und am Lichtenberger Institut. Stimmtherapeutin am FIM, Lehrauftrag an der Musikhochschule Freiburg.  Stimm-und Sprechcoach u.A. der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg, des Priesterseminars Freiburg, an Theatern sowie in Fortbildungen zu Stimme, Sprache, Rhetorik, Kamerapräsenz. Kontinuierliche Arbeit als Sprecherin und Musikerin.  

Maxi Mercedes Grehl: Erfahrung mit dem Onlinekurs „Körper. Stimme. Haltung – Wirkungsstrategien für Lehrer*innen

Am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde innerhalb von drei Jahren ein umfangreicher Onlinekurs zur Unterstützung der Sprecherziehung im Lehramt konzipiert und erstellt. Dieser ging im Juni 2020 online. Zu einer Zeit also, zu der viele gezwungen waren ihre bisherige Lehre digital und neu zu denken. Das Projekt „Körper, Stimme, Haltung – Wirkungsstrategien für Lehrer*innen“ ist ein multimediales Lernangebot basierend auf Videosequenzen und ergänzendem Text- und Audiomaterial sowie Testbausteinen. Es unterstützt (angehende) Lehrkräfte, sich mit ihrer Stimme, Sprechweise und Wirkung auseinanderzusetzen. Mithilfe von Erklär- und Übungsvideos werden die angehenden Lehrkräfte aktiviert, ihren Körperausdruck, ihre (innere) Haltung, ihre Stimme und Aussprache zu beobachten, zu reflektieren und zu trainieren.

Maxi Mercedes Grehl hat Sprechwissenschaft studiert und arbeitet als Kommunikationstrainerin, Darstellerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Halle. Sie leitet Workshops zu den Themen Grundlagen der Kommunikation, Präsentation und Rede, Gesprächsführung, Körpersprache, Stimmschulung, klare Aussprache sowie darstellendes Sprechen. Zudem interessiert sie sich vertieft für die Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern.

16.30 PAUSE

Es diskutieren Dorothea Gädeke, Prof. Dr. Marc Godau, Lisa Fröhlich, Prof. Dr. Tobias Seidl
Moderation: Prof. Dr. Kerstin Kipp

18.30 PAUSE

Univ.-Prof. Dr. med. Dirk Mürbe ist Professor für Audiologie und Phoniatrie (Stimm-, Sprach- und Hörstörungen) und Direktor der gleichnamigen Klinik an die Charité Universitätsmedizin Berlin.

In der Schulzeit erhielt er seine erste musikalische Ausbildung in den Fächern Violine und Viola. Parallel zum Medizinstudium an den Universitäten Rostock, Dublin und Dresden schloss er 1996 als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Klasse Prof. Helga Köhler-Wellner) mit künstlerischem Diplom ab.

Nach erfolgreichem medizinischem Staatsexamen absolvierte er zunächst die Weiterbildungen zum Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie sowie zum Facharzt für HNO-Heilkunde inklusive spezieller HNO-Chirurgie. Nach Ablehnung von Rufen auf Professuren für das Fach Phoniatrie und Pädaudiologie an die Universitäten Regensburg und Duisburg-Essen übernahm er im Jahr 2010 eine gleichnamige Professur an der Technischen Universität Dresden mit Leitung der Abteilung Phoniatrie und Audiologie und des Sächsischen Cochlear Implant Centrums Dresden. Im Jahr 2018 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl (W3) für Audiologie und Phoniatrie an die Berliner Charité.

Seine ärztliche Tätigkeit umfasst das gesamte Spektrum von Kommunikationsstörungen mit dem Schwerpunkt der operativen und konservativen Behandlung stimmgestörter Patienten, insbesondere von professionellen Sängern und Schauspielern. Als Direktor einer der traditionsreichten Universitätskliniken für Stimm-, Sprach- und Hörstörungen bildet die Beratung und Behandlung bei Schwerhörigkeit einen weiteren klinischen Schwerpunkt mit besonderer musikermedizinerscher Expertise. In der Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit morphologischen und funktionellen Eigenschaften professioneller Stimmen und der elektrophysiologischen Objektivierung des Hör- und Spracherwerbs.

Er ist Mitglied nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gremien seines Fachgebiets, unter anderem im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, war Präsident der 8th PanEuropean Voice Conference und ist derzeit als Generalsekretär für PEVOC tätig. An der Universität Mozarteum Salzburg unterrichtet er Stimmkunde für Sänger, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden ist er zudem langjährig als Leiter des Studios für Stimmforschung verbunden.

Samstag, 25.09.2021  „behind the mask“

Workshops

Das Puppenspiel erfordert in weit größerem Maße, als das Schauspiel die Veränderung und Verfremdung der Stimme und Sprechweise zur Darstellung unterschiedlichster Puppencharaktere.

Wir untersuchen dabei verschiedene Zugänge; von der Physiognomie von Figuren über Manipulationen von Körper, Spannung und Atem bis zu funktionalen Veränderungen einzelner Bereiche des Sprechapparates.

Andree Gubisch studierte Romanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum und Sprecherziehung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Von 2008 bis 2010 war er Sprecherzieher im Fachbereich Schauspiel an der Folkwang Universität Essen. Seit 2010 ist er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch als Sprecherzieher in der Abteilung Schauspiel tätig. Seit 2018 leitet er gemeinsam mit Prof. Ulrike Völger die Fachgruppe Sprecherziehung der Abteilung zeitgenössische Puppenspielkunst. Als Sprecher und Sprecherzieher, Schauspieler und Regisseur arbeitete er im Sprechtheater und im Rundfunk u.a. bei RUHR.2010, an dem Theater der Stadt Duisburg / Deutsche Oper am Rhein, dem Theater Essen, dem Theater der Stadt Aalen und der Schaubühne Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung und der Einsatz digitaler Stimm- und Sprechanalysen in der künstlerischen Sprechausbildung.

Atem und Körperlichkeit in der digitalen Kommunikation

Zwischenmenschliche Kommunikation beginnt immer mit einer körperlichen Interaktion. Die Ausschnitthaftigkeit der Körper in digitalen Formaten erschwert das Lesen derselben und damit das Wahrnehmen und Verstehen unseres Gegenübers. Wir teilen keinen gemeinsamen Raum, keine gemeinsame Gegenwart und Präsenz.

Wo wir uns in Bezug auf Partner*in und Raum verorten, entsteht ein direkter Kontakt – wir begegnen uns unmittelbar – im Gegensatz zur digitalen Kommunikation, deren Wesen eine flache Aufmerksamkeitsstruktur ist.

Wie können wir auch im virtuellen Raum ganzkörperliche Prozesse / psychophysische Vorgänge mobilisieren, die einer realen (nicht-virtuellen) Begegnung entsprechen? Welche Herausforderungen stellen sich an unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung? Welche Bedeutung kommt dabei Atem, Stille und Schweigen zu? Wie schauen wir uns an? Wir erfassen wir einander, wie gestaltet sich unser Dialog? Wie berührt mich mein Gegenüber?

Diesen Fragen geht der Workshop nach, körperlich forschend, zwischen realen und virtuellen Begegnungen wechselnd, als WarmUp und hoffentlich Inspiration in den Stimmtage-Samstag.

Markus Kunze

studierte Schauspiel an der Staatlichen Theaterakademie St. Petersburg. Abschlussdiplom 2001 / Stipendiat des DAAD. Dort begann die für ihn prägende Zusammenarbeit mit Prof. Juri Vasiliev und die Auseinandersetzung mit dessen Übungssystem zur Vervollkommnung der Ausdrucksfähigkeit von Stimme, Sprache und Körper des Schauspielers.

Arbeitet als freischaffender Schauspieler und Sprecher, dreht für Kino- und Fernsehproduktionen.

Inszeniert und leitet Theaterprojekte. Unterrichtet Schauspiel und Bühnensprechen; u.a. Lehrbeauftragter an der Universität der Künste.  Gemeinsame Workshops mit Juri Vasiliev u.a. in Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Stockholm.

Zwischenmenschliche Kommunikation beginnt immer mit einer körperlichen Interaktion. Die Ausschnitthaftigkeit der Körper in digitalen Formaten erschwert das Lesen derselben und damit das Wahrnehmen und Verstehen unseres Gegenübers. Wir teilen keinen gemeinsamen Raum, keine gemeinsame Gegenwart und Präsenz. 

Wo wir uns in Bezug auf Partner*in und Raum verorten, entsteht ein direkter Kontakt – wir begegnen uns unmittelbar – im Gegensatz zur digitalen Kommunikation, deren Wesen eine flache Aufmerksamkeitsstruktur ist.

Wie können wir auch im virtuellen Raum ganzkörperliche Prozesse / psychophysische Vorgänge mobilisieren, die einer realen (nicht-virtuellen) Begegnung entsprechen? Welche Herausforderungen stellen sich an unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung? Welche Bedeutung kommt dabei Atem, Stille und Schweigen zu? Wie schauen wir uns an? Wir erfassen wir einander, wie gestaltet sich unser Dialog? Wie berührt mich mein Gegenüber? 

Diesen Fragen geht der Workshop nach, körperlich forschend, zwischen realen und virtuellen Begegnungen wechselnd, als WarmUp und hoffentlich Inspiration in den Stimmtage-Samstag.

Prof. Dr. Juri A. Vasiliev, Schauspieler, Regisseur, Schauspiel- und Stimmpädagoge, Professor an der Staatlichen Akademie für Theaterkunst St. Petersburg und an der Staatlichen Schule für Russisches Drama, Ordentliches Mitglied der Petrovskoi Akademie der Wissenschaften und Künste.
In Leningrad geboren; absolvierte Vasiliev 1972 ein Schauspielstudium am dortigen Institut für Theater-, Musik- und Filmkunst. An die Ausbildung schloss sich eine Tätigkeit als Schauspieler in Pskov, Archangelsk und an verschiedenen Leningrader Bühnen an. Es folgte eine Dissertation in den Fächern Phonetik, Bühnensprechen und Rezitation. Seit 1976 ist er Dozent, später Professor am Institut für Theater-, Musik- und Filmkunst (heute Theaterakademie St. Petersburg).
Vasiliev führt seit 1979 Regie an verschiedenen Theatern St. Petersburgs. Verbunden mit seiner internationalen Tätigkeit als Dozent an Schauspielschulen inszenierte er in Russland, Deutschland, China, Südkorea, Schweiz, Tschechien und Österreich.

Markus Kunze studierte Schauspiel an der Staatlichen Theaterakademie St. Petersburg. Abschlussdiplom 2001 / Stipendiat des DAAD. Dort begann die für ihn prägende Zusammenarbeit mit Prof. Juri Vasiliev und die Auseinandersetzung mit dessen Übungssystem zur Vervollkommnung der Ausdrucksfähigkeit von Stimme, Sprache und Körper des Schauspielers. Er arbeitet als freischaffender Schauspieler und Sprecher, dreht für Kino- und Fernsehproduktionen. Er inszeniert und leitet Theaterprojekte und unterrichtet Schauspiel und Bühnensprechen; Markus Kunze ist Lehrbeauftragter u. a. an der Universität der Künste und an der Berliner Schule für Schauspiel. Gemeinsame Workshops mit Juri Vasiliev u.a. in Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Stockholm.

Prof. Dr. Juri A. Vasiliev: Bühnensprechen: Training und Kreativität I & II

Wahrnehmung – Imagination – Wirkung: diese Reihenfolge ist in allen szenischen Situationen wichtig, in allen Texten, Rollen und Dialogen. Lebendige Rede pulsiert nur aufrichtig unter der Bedingung, dass sie sich in jedem Moment wieder mit neuen Informationen über den Partner, mit dem wir den Dialog führen, füllt. Szenisches Sprechen fordert in seinem Streben nach Wirklichkeit und Glaubwürdigkeit einen dynamischen Kontakt der Schauspieler untereinander. Wenn die Gedanken und Gefühle der Partner in Kontakt stehen, dann tritt der Text des Autors an die zweite Stelle und nach vorn gelangen imaginäre Situationen und das Aufeinander-Einwirken der Partner mit allen Ausdrucksmöglichkeiten, die dem Schauspieler zur Verfügung stehen: verbalen (Wörter, Phrasen, Repliken, Gedanken) und nonverbalen (stimmlichen, klangfarblichen, intonatorischen, tempo-rhythmischen, mimischen, plastischen, gestischen).

eorge Prêtre, Anders Eby, Helmuth Rilling. Seine Wurzeln im klassischen Gesang, der Physik und Chemie charakterisieren seine spezielle Herangehensweise an die Stimme. Er ist Mitentwickler der Klanganalysesoftware »Overtone Analyzer«, Innovationspreisträger der Klühstiftung, Erfinder einiger Chemieverfahrenspatente, Gründer des experimentellen Europa Obertonchor EOC, Autor des Fachbuchs »Oberton Singen« und seit 2015 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesangswissenschaft.

Wolfgang Saus: Gesangsphonetik – Ein neuer Weg zum optimalen Vokal

Vokale sind entscheidend für die Klangqualität der Singstimme. Sie entstehen durch die Form des Vokaltrakts, die das Resonanzverhalten bestimmt. Hörbar werden sie durch die Wechselwirkung mit Schall. Ein neu entwickeltes Gesangsphonetik-Diagramm gibt eine Übersicht, wie Vokale, Harmonie und Resonanz sich in Abhängigkeit von der Tonhöhe verhalten. Es macht sichtbar, warum für jede Tonhöhe nur bestimmte Vokale „funktionieren“ und in welche Richtung Vokaltrakteinstellungen verändert werden müssen, um Vokale für unterschiedliche Singsituationen zu optimieren.

Vorträge

Viele künstlerische Produktionen möchten von zu Hause aus gemeinsam online proben und für ein Publikum live im Internet auftreten. Mit gängigen Videokonferenzsystemen ist dies schwierig, eigentlich sogar unmöglich.

Die Digitale Bühne digital-stage.org ermöglicht Ensembles aus Kunst, Musik, Schauspiel und Tanz, von verteilten Orten aus gemeinsam online zu proben, zu unterrichten oder live im Internet aufzutreten. 

Das wichtigste Ziel des Projekts ist die latenzfreie Verbindung und die räumliche Wahrnehmung der Teilnehmenden.

13.15 – 14.00 Uhr Pause

Hören – Sehen – Verstehen;
Spektralanalyse mit VoceVista und ihre Relevanz für die Gesangspädagogik 

Spektralanalyse bietet die Möglichkeit, sich dem Phänomen Stimme auf eine objektive Weise anzunähern. Wir können lernen, sehend zu hören und so unsere Kenntnisse über die Stimme weiter vertiefen. Akustische Phänomene werden sichtbar und aufgrund der physikalischen Zusammenhänge neu verstanden. Die Kommunikation über Gesang kann mit einer allgemeingültigen, nachvollziehbaren Sprache geführt werden und soll klar unterschieden werden, von der subjektiv geprägten, bildhaften Sprache, die in der Vermittlung der praktischen Fähigkeit des Singens eine zentrale Rolle spielt. Matthias Müller benutzt VoceVista seit vielen Jahren und unterrichtet stets mit einem laufendenden PC. Die wesentlichen Erfahrungen hat er in dem Lehrbuch „Hören – Sehen – Verstehen“ (Wißner Verlag) zusammengefasst. In einem Vortrag werden die faszinierenden Möglichkeiten der Spektralanalyse aufgezeigt und Anwendungsbeispiele erläutert.
Ziel des Vortrags ist es, einen umfangreichen Einblick in die Möglichkeiten der objektiven Stimmanalyse mit VoceVista zu vermitteln.Matthias Müller ist Dozent für Gesang, Stimmbildung, und Unterrichtsmethodik Gesang an der Berufsfachschule für Musik Krumbach.
Nach einem Mathematikstudium ließ er sich zum Diplomgesangslehrer an der Musikhochschule Stuttgart ausbilden. Ein Aufbaustudium in der Liedklasse von Prof. Konrad Richter und verschiedene Meisterkurse vervollständigten diese Ausbildung. Seit 1991 ist er Lehrer für Gesang und Stimmbildung an verschiedenen staatlichen Institutionen z.B. Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hochschule für Kirchenmusik Esslingen und BFSM Krumbach. Matthias Müller beschäftigt sich seit 1998 intensiv mit der Möglichkeit der computergesteuerten Stimmanalyse und gibt seine Erfahrungen in Workshops und Veröffentlichungen weiter.

Lesia Mackowycz: APPsolut hilfreich! – Mobile App-Technologie in der Gesangspädagogik – ein Leitfaden

Die Gesangspädagogik hat mobile Technologie bisher nur langsam in die Praxis umgesetzt. Dabei bietenmobile Apps viele Möglichkeiten zur Erweiterung des Lernhorizonts für SchülerInnen wie auch fürPädagogInnen. Dieser Vortrag stellt aktuelle künstlerisch-pädagogische Ansätze vor, welche mit Hilfemobiler Anwendungstechnologie arbeiten. Ich habe verschiedene Apps zusammengestellt, getestet undkategorisiert, um einen einführenden Leitfaden zu ihrem pädagogischen Wert und Zweck fürGesangslehrkräfte und Studierende zusammenzustellen. Viele der vorgestellten Apps sind für den Einsatz imOnline-Unterricht geeignet, und alle können im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Die vorzustellendenTechnologien wurden von mir getestet und werden demnächst in einem Fachartikel vorgestellt, welchen ichfür das Gesangspädagogik-Magazin VOX HUMANA verfasst habe. Im Rahmen des Vortrages werde ichsowohl eine kurze Präsentation als auch praktische Anwendungsbeispiele im Zusammenhang mit diesemFachbeitrag vorstellen. Die Bandbreite der vorgestellten Apps reicht von virtueller Klavierbegleitung überBiofeedback- oder Lyrik-Diktions-Apps bis hin zu Anwendungen für gender-neutrale bzw. Transgender-Stimmbildung.

Lesia Mackowycz studierte an der McGill University (Montréal) Gesang und erhielt anschließend ein Promotions-Stipendium an der University of Cincinnati College-Conservatory of Music. In Europa schloss sie an der Musikhochschule Lübeck den Aufbaustudiengang Operngesang bei Prof. James Wagner und Ks. Prof. Reri Grist ab. Seitdem ist die Sopranistin weltweit an diversen Theatern engagiert . Sie widmet sich außerdem mit Leidenschaft und Hingabe dem Unterrichten. Neben ihrer Gastprofessur an der South University of Science and Technology (Center of Arts) in Shenzhen, China, ist sie als Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig und an der Hochschule für Musik Würzburg tätig.

Dr. Stefanie Rummel: Analyse der Vokaltraktkonfiguration: 3D MRT Studie zu verschiedenen Gesangsstilen

Die Stimmproduktion wird durch die Stimmlippenschwingung, den Atemapparat und die Vokaltraktakustik reguliert. Soll eine Stimmproduktion beschrieben werden, ist es daher sinnvoll, diese mehrdimensional zu analysieren. Das auf der Arbeit von Jo Estill basierende Stimmtraining Estill VoiceTraining® untersucht sechs  verschiedene Stimmqualitäten (Speech, Falsetto, Sob, Twang, Opera, Belting) auf diesen Ebenen. Neueste Fortschritte in der Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen die Visualisierung der inneren Prozesse während der Phonation auf einem neuen Niveau bzgl. zeitlicher und örtlicher Auflösung.

Dr. Stefanie Rummel ist sowohl künstlerisch wie auch wissenschaftlich ausgebildet. Nach einem Studium der Humanmedizin schrieb sie ihre Doktorarbeit über Körpersprache. In Frankfurt am Main leitet sie ihr eigenes Institut Rummel, wo sie diverse Meisterkurse koordiniert. Ihr Augenmerk gilt der Kommunikation durch Stimme, Gestik, Ausstrahlung. Als Gesangsdozentin ist sie Estill Master Teacher (EMT) und die erste Deutsche, die in Estill Voice Training den hohen Ausbildungsgrad des ‚Estill Mentor and Course Instructor‘ (EMCI) erreicht hat.
Die Frankfurterin ist in Musical, Chanson, Cross Over und Jazz gleichermaßen zu Hause. Musical- und Eigenproduktionen führten die ausgebildete Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin auf Deutschlandtourneen und ins Ausland.

16.30 PAUSE

Es diskutieren Lesia Mackowycz, Dr. Stefanie Rummel, Prof. Juri Vasiliev, Markus Kunze
Moderation: Prof. Cornelia Krawutschke

18.30 PAUSE

mit Christian Brückner, Wolfgang Saus und dem Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort

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